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Schulwandern - Natur erleben.Zukunft bewegen.

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Themenwanderungen?

Besonders spannend werden Wanderungen, wenn sie unter einem bestimmten Motto stehen, das als roter Faden durch den Tag führt. Ob „Märchenwanderung“, „Den Römern auf der Spur“ oder „Kräuterwanderung“ die Palette der Themenwanderungen ist bunt und vielfältig. Die Wahl eines Themas sollte sich an den Interessen des/r Leiters/-in und der Schüler/-innen orientieren – das motiviert und eigene Ideen können in die Wanderung einfließen. In jedem Fall sollte die Thematik zielgruppengerecht für Kinder und Jugendliche aufgearbeitet werden. So lässt sich Geschichte in Geschichten lebendiger vermitteln als in Stammbäumen oder Jahreszahlen. Thematische Vorhaben haben nicht nur den Zweck Erlebnisse zu verschaffen, sondern gewinnen im Zusammenhang mit dem Wandern einen besonderen Stellenwert. Die inhaltlichen Inputs lassen sich beim Wandern besonders gut verarbeiten. Die Möglichkeiten für Schüler/-innen sich aktiv zu beteiligen und zu lernen, sind vielfältig.

Beispielwanderung: Wandern mit offenen Augen

Mit offenen Augen sollte zwar immer gewandert werden, aber hier ist eine verstärkte Beobachtung entlang des Wanderweges gemeint und eine Nachdenken über das Gesehene. Dabei lassen sich verschiedene oder mehrere Themenbereiche bearbeiten. Zum Beispiel kann die Landschaft und ihre Nutzung einmal genauer unter die Lupe genommen werden: 


Wandern nach alten Karten: Um Schüler/-innen auf Veränderungen im Landschaftsbild aufmerksam zu machen, kann man alte Wanderkarten benutzen. Damit die Veränderung noch deutlicher wird, sollte man eine gültige Wanderkarte zum Vergleich dabei haben. Welche Wege gibt es vielleicht nicht mehr? Gibt es ganze Gebiete, die sich verändert haben, beispielsweise durch Bau eines Neubaugebiets?

Gegensätzlichen Landschaftsformen: Offene Augen braucht man auch, um verschiedene Landschaftsformen zu erkennen. Früh am morgen, wenn sich viele Tiere noch gut beobachten lassen, kann man mit den Schüler/-innen eine vielseitig strukturierte Landschaft erwandern. Eine Landschaft, wo sonnige Flächen mit schattigen Gebüschsäumen und Baumreihen abwechseln, wo es nach Erde, Gras und Blüten riecht, die Schüler/-innen von überall Vogelstimmen, das Schwirren und Zirpen der Heuschrecken und Grillen hören kann. Wo an blühenden Blumen Wildbienen und Schmetterlinge summen und gaukeln. Da es bei diesem Teil der Erlebnistour viel zu sehen gibt, wird besonders bei den Schülern/-innen die Entdeckerlust angeregt. Später am Tag (je nach Länge der Schulwanderung) folgt dann das Kontrastprogramm. Jetzt durchqueren die Kinder und Jugendlichen eine Mais-, Rüben- oder Weizenlandschaft, bei der kilometerlang höchstens Hochspannungsmasten über brettebene Äcker in den Himmel ragen. Wieder werden sie aufgefordert, möglichst viele Tiere zu beobachten und werden schnell feststellen, dass es einen großen Unterschied in der Vielfalt gibt.

Reflexion: Durch gezielte Fragen kann die Beobachtungsfähigkeit und Aufmerksamkeit der Schüler/-innen erhöht werden. Eine Möglichkeit ist die Erstellung eines Fragebogens, der in Kleingruppen zu beantworten ist. Nach den einzelnen Etappen sollten die Eindrücke und Beobachtungen in jedem Fall besprochen und verarbeitet werden. Wenn die Schüler/-innen mit offenen Augen durch ihre Heimat wandern, werden sie die Veränderungen nicht übersehen können. Vertiefend lassen sich die Auswirkungen der Zersiedelung, wie Zerstörung von Lebensräumen, bearbeiten. Horizonterweiterung: Wandern mit offenen Augen fördert das ökologische Verstehen und führt zu einer ,,Horizonterweiterung“. Die Schüler/-innen lernen auch die gewohnten Verhältnisse mit anderen Augen zu betrachten. Sie bemerken plötzlich Dinge in der nächsten Umgebung, die sie seither gar nicht beachtet haben. Der Blick für Zusammenhänge wird geschärft.

Weitere Informationen:

 

Das Projekt „Schulwandern - Draußen erleben.“ wird gefördert von ...

 
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