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Draußen mehr erleben

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Hier finden Sie ...

... die Berichte der 3. bis 5. Klassen, die zum Wettbewerb eingereicht werden.

Landschaft erleben - Das Zusammenspiel von Natur und Kultur verstehen lernen
Freie Waldorfschule Mainz
Klasse: 5 ?
17.05.2017

Landschaft erleben - Das Zusammenspiel von Natur und Kultur verstehen lernen

Natur - Kultur auf der Spur

Es werde! Die 5. Klasse der Waldorfschule in Mainz hatte sich mit Gedichten und Liedern zur Natur eingestimmt. Wir hatten das Thema „Pflanzenkunde“ im Unterricht und den Bau der Pflanze und ihre Schönheit kennengelernt, gezeichnet und beschrieben. Wir hatten uns überlegt, wie die Erde ohne Pflanzen aussähe und was es alles nicht gäbe? Jedes Kind hatte einen Aufsatz darüber geschrieben, welche Pflanze er oder sie wohl wäre? Die gemeinsame Einstimmung über das Gedankliche, über die Empfindungen und über das eigene Tätigsein war wichtig, denn wer schon mehr weiß, der sieht und erlebt auch mehr.
Die 32 Buben und Mädchen wünschten sich eine Wanderung, die in das Tal des Baybachs im Hunsrück führte und bis in die Nacht reichen sollte. So sollte es werden! Im Mai 2017 zogen wir an einem frühen Abend unserer Klassenfahrt von Burg Waldeck aus los.
Es ging durch einen alten Hohlweg im Schiefergebirge, den vor 200 bis 300 Jahren viele Fuhrwerke nutzten.
Elias schrieb dazu in sein Epochenheft: „Der Schiefer ist eine Steinart, die aus mehreren Schichten besteht. Er wurde früher viel zum Dachdecken benutzt. Hier wurde er aus den Felswänden gesprengt und über Hohlwege in die Dörfer transportiert. Der überflüssige Schiefer wurde über den Hang gekippt und man kann die Haufen heute noch sehen. Dort wachsen besondere Pflanzen. Die Wagen haben mit ihren Eisenreifen tiefe Spuren im Fels hinterlassen. Der Hohlweg war ungefähr 3 bis 4 Meter breit, damit man die Schieferplatten besser transportieren konnte. Der Hohlweg ist wie eine kleine Schlucht.“
Die Fuhrwerke brachten auch Getreide zur Mühle im Tal und Mehl zurück zu den Dörfern.
Wir gelangten zum Bach und betrachteten hier Pflanzen, ihre Größe, das tiefe Grün ihrer Blätter, die Größe ihrer Blattspreiten, ihre Nähe zum Wasser und die gesamte Atmosphäre von lebendiger Wüchsigkeit. Wie anders sahen doch gerade die Wiesen oben mit ihren zahlreichen bunten und zierlichen Blumen aus!
Einige Kinder bekamen Appetit und wollten wissen, welche Pflanzen man essen kann und welche nicht. So probierten wir beispielsweise junge und alte Blätter der Buche (die jungen schmecken fein), des Ahorn (alle sind etwas bitter und irgendwie pelzig), die Knoblauchsrauke oder die süßen Blüten der Taubnessel. So lernten die Kinder Pflanzen sinnlich kennen, suchten sie und lernten ihre Erkennungsmerkmale und Wuchsorte.
Eine Pflanze, welche viele Kinder faszinierte, war die Vierblättrige Einbeere. Sie wuchs anders in ihrem Stil und ihrer Art und verriet schon hier, dass in ihr besondere Kräfte leben: Sie ist eine Giftpflanze, die hier auf dem Schutt des Schiefers wächst.
Wir wanderten an den restlichen Gemäuern der alten Mühle und einem Schiefersteinbruch vorbei und schließlich bei Mondschein wieder aus dem Tal heraus. So erlebten wir eine Zeitreise in die Geschichte der Menschen und wie sie die typische Kulturlandschaft eines Tales gestalteten.

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