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Schulwandern – Aktuelles

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14.02.2013

UNES­CO: DWV-Schul­wan­dern för­dert nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung

Bil­dung braucht Wis­sen und Er­fah­rung Der Deut­sche Wan­der­ver­band (DWV) hat in der Ver­gan­gen­heit ei­ne Rei­he von Ex­per­ten für das The­ma Schul­wan­dern aus­ge­bil­det. Da­mit will der Ver­band er­rei­chen, dass Kin­der und Ju­gend­li­che in der Schu­le re­gel­mä­ß­ig wan­dern und da­bei ler­nen, sich für ei­ne zu­kunfts­fähi­ge Ent­wick­lung zu en­ga­gie­ren. Künf­tig wird die Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung si­cher zu ei­ner Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­ti­on. Die UNES­CO hat das DWV-Pro­jekt be­reits als vor­bild­li­che Bil­dungs­ar­beit aus­ge­zeich­net. Zu Recht.
Schulwanderungen bieten viele Vorteile. Sie fördern die Persönlichkeitsentwicklung sowie das soziale Verhalten junger Menschen und geben Einblicke in die Natur. Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes (DWV): „Da wird Bildung für nachhaltige Entwicklung für junge Menschen konkret.“ Viele andere Experten sehen das ebenso und unterstützen die Ausbildungsinitiative von Deutschem Wanderverband in Kooperation mit der Deutschen Wanderjugend (DWJ). So fördert etwa die Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Initiative. Diese hat neben einer Reihe zertifizierter Schulwanderführer 20 Fortbildungsleiter aus acht Bundesländern hervorgebracht, die nun ihrerseits Schulwanderführer ausbilden. Und im Juni vergangenen Jahres ist das Projekt von der deutschen UNESCO-Kommission als vorbildliche Bildungsarbeit und „Offizielle Maßnahme der Weltdekade" im Haus der Kulturen der Welt in Berlin ausgezeichnet worden. Schulwanderungen sind weitaus mehr als eine nette Abwechslung vom Unterricht im Klassenraum. Wenn Schüler regelmäßig draußen sind, eröffnet ihnen das ganz besondere Lernchancen. Davon ist Sylvia Löhrmann, Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, überzeugt. Die Ministerin wandert selbst leidenschaftlich gerne und sagt: „Ich ermutige Lehrerinnen und Lehrer, mit ihren Schülerinnen und Schülern nach draußen zu gehen und die Natur als Lernort zu nutzen. Bei Schulwanderungen können Regelkreisläufe in der Natur, die Bedeutung und Schönheit der biologischen Vielfalt, die besondere Kulturgeschichte einer Region und viele weitere Phänomene durch eigene Erfahrungen und unmittelbares Erleben verstanden werden. Auch Gestaltungskompetenzen werden bei der gemeinsamen Planung einer Schulwanderung und beim draußen unterwegs sein gestärkt.“ Gestaltkompetenzen befähigen junge Menschen, sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Zu diesen Kompetenzen gehören Fähigkeiten wie „sich und andere motivieren, aktiv zu werden“, „vorausschauend denken und handeln“ sowie „gemeinsam mit anderen planen und handeln“ und „Risiken, Gefahren und Unsicherheiten erkennen und abwägen“. Konkret können laut Gabi Diethers, DWV-Referentin für Schulwandern, Schüler während Schulwanderungen für Themen wie Konsum und Lebensstil, Klimawandel oder Biologische Vielfalt sensibilisiert werden. Die fair gehandelte Pausenschokolade unterstützt eine gerechte Bezahlung der Kakaobauern und verhindert Kinderarbeit; ein Picknick mit Zutaten, die gerade in der eigenen Region wachsen, schont genauso das Klima wie die Anreise zur Schulwanderung mit dem ÖPNV. Während einer Wanderung könnten die Schüler auch Ideen für eigene Nachhaltigkeitsprojekte bekommen. So könnten sie etwa eine Streuobstwiesenpatenschaft übernehmen, diese pflegen und den selbstgepressten Saft im Schülercafé verkaufen. Diethers: „Nachhaltige Entwicklung betrifft jeden. Denn es geht um unsere und die Zukunft nachfolgender Generationen. In allen Lebensbereichen können wir viel erreichen. Gerade unser Konsumverhalten wirkt sich weltweit aus.“ Das Ausbildungskonzept, das der Wanderverband in Kooperation mit der Deutschen Wanderjugend (DWJ) auf den Weg gebracht hat, besteht aus zwei Elementen: Zum einen werden Lehrer und Wanderführer zu „zertifizierten Schulwanderführern“ fortgebildet. Zum anderen werden - auf die Rahmenbedingungen einzelner Bundesländer abgestimmt - Fortbilder ausgebildet, die in ihren Bundesländern ihrerseits Experten für Schulwanderungen qualifizieren. Die „Offiziellen Maßnahmen der Weltdekade", zu denen das DWV-Ausbildungskonzept seit Mitte des vergangenen Jahres gehört, spielen bei der Umsetzung der strategischen Ziele des Nationalen Aktionsplans der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ eine zentrale Rolle. Im Unterschied zu zahlreichen eher lokal ausgerichteten Projekten, die als Beispiele guter Praxis ebenfalls ausgezeichnet werden, leisten die „Offiziellen Maßnahmen der Weltdekade" einen strukturellen Beitrag zur systematischen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. „Wir sind stolz, mit unserem Aus- und Fortbildungskonzept dazu beizutragen, Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland langfristig zu verankern“, so DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks. Auf der Bildungsmesse „didacta“ stellt das „Projektteam Schulwandern“ vom 19. bis 23. Februar in Köln die wichtigsten Facetten des Schulwanderns und des Ausbildungskonzeptes vor. Der Stand befindet sich in der Halle 7.1, Gang G, Nr. 50. Selbstverständlich wird dabei auch über die Fortbildungen zum zertifizierten Schulwanderführer in den einzelnen Bundesländern informiert. Presse-Kontakt: Gabi Diethers (Referentin Schulwandern und BNE) Tel.: (05 61) 40 04 98-6 (montags bis donnerstags) E-Mail: g.diethers@wanderverband.de

Weitere Informationen:

 
 

100. Zertifikat zum Schulwanderführer in Baden-Württemberg vergeben

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Das 100. Zertifikat zum Schulwanderführer hat Ende Mai 2017 die Heimat- und Wanderakademie (HWA) Baden-Württemberg in Weil der Stadt vergeben. Das Zertifikat orientiert sich an den Bildungsplänen des Landes.
 

Das Projekt „Schulwandern - Draußen erleben.“ wird gefördert von ...

 
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