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Wanderungen 2015

„Dass die Jugend noch wandern kann...“
Schiller-Gymnasium
Klasse: 8
Juni 2015

„Dass die Jugend noch wandern kann...“

... lautete der Kommentar einer überraschten Bewohnerin des kleinen Eifeldorfes Waldorf.

Ökosysteme der Eifel - Wanderung der Klasse 8b des Schiller-Gymnasiums, Köln
„Dass die Jugend noch wandern kann“ lautete der Kommentar einer überraschten Bewohnerin des kleinen Eifeldorfes Waldorf, als sie 32 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b auf dem Jakobsweg begegnete. Das hätte sie ja schon lange nicht mehr gesehen, meinte sie und freute sich ganz offensichtlich über die Jugendlichen, die bester Laune an ihr vorbeizogen.
Die Klasse 8b wanderte in fast 7 Stunden von Dahlem nach Jünkerath, um hier verschiedene Ökosysteme wie das Moor, Laubwald, Nadelwald, Fettwiese, Trockenrasen und Heidelandschaft kennen zu lernen. Während des Tages hatten die Schüler zwei Arbeitsaufträge: sie sollten die verschiedenen Ökosysteme mit ihren charakteristischen Pflanzenarten fotografisch dokumentieren sowie Produkte aus der Natur sammeln und ordnen.
Die Wanderung
Von Dahlem wanderten wir zunächst durch ein Hangmoor auf Holzstegen und untersuchten dort die extremen Lebensbedingungen von saurem und stets durchnässten Boden. Ein Schüler hat ein Stück Torfmoos „ausgewrungen“, was eindrucksvoll zeigte, wieviel Wasser diese Moosart speichern kann.
Danach ging es weiter durch Laub- und Nadelwald, wo die Schüler tiefer im Wald riesige Ameisenbauten entdeckten. Es hat die Schüler sichtlich fasziniert, wie hoch organisiert diese winzigen, Staaten bildenden Insekten sind.
Anschließend gingen wir ein Stück auf dem Römerweg, der als „Via Appia“ Köln mit Trier verband bis zum Vierherrenstein, einem 600 Jahre alten Grenzstein.
Über Höhenzüge mit Wiesen und weitem Blick auf die Hohe Acht und die Nürburg gelangten wir zu den Wacholderheiden bei Alendorf. Hier wachsen neben zwei Enzianarten auch seltene Orchideenarten. So haben wir neben dem Gefleckten Knabenkraut auch das Helm-Knabenkraut und die Große Händelwurz gefunden. Im angrenzenden Wald fanden wir dann sogar die schöne und selten gewordene Akelei.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause wanderten wir über weitere Anhöhen mit beeindruckenden Wacholderbeständen hinunter ins Tal nach Esch. Hier besuchten wir einen kleinen Soldatenfriedhof, auf dem 150 meist junge Männer begraben liegen, die bei den erbitterten Kämpfen zwischen Deutschen und Alliierten Ende 1944 auch hier in diesem jetzt so beschaulichen Dorf ums Leben kamen. Die Schüler verstummten ganz von alleine. Auch das gehört zur Eifel.
Zum Schluss ging es durch einen lichten Laubwald hinunter nach Jünkerath, wo wir nach einem langen Wandertag müde aber zufrieden in den Zug nach Köln stiegen.

Im Unterricht kam es dann auch zu einer Diskussion über die Handlungsmöglichkeiten, wie man sich für den Schutz von Arten und Lebensräumen einsetzen könnte. Dabei kam die Frage auf, ob es überhaupt sinnvoll sei, dass Wanderwege in die Natur gebaut werden. Marten meinte, dass es doch viel besser für die Natur sei, wenn eben kein Mensch in sie eindringen und sie stören könnte. Also doch nicht wandern...?

Isabell Seifert
Köln, den 27.7.2015

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